Ich habe mich als allererstes damit beschäftigt, was überhaupt eine Permakultur ist?
Eine Permakultur ist ein Ansatz zur Gestaltung von ökologisch nachhaltigen Systemen, die auf natürlichen Kreisläufen basieren. Der Begriff „Permakultur“ leitet sich aus den Worten „PERMAnent agriCULTURE“ ab, was im Deutschen „dauerhafte Landwirtschaft“ bedeutet. Permakultur geht allerdings über die Landwirtschaft hinaus und umfasst auch Aspekte der Architektur, der Energieversorgung, der Gemeinschaftsbildung und der ökonomischen Organisation.
Eine Permakultur basiert auf drei ethischen Grundsätzen: Pflege der Erde, Pflege der Menschen und faire Verteilung von Ressourcen. Diese Grundsätze sollen sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Umwelt, der Gemeinschaft und der Individuen gleichermaßen berücksichtigt werden.
In der Praxis umfasst Permakultur eine Vielzahl von Techniken und Designprinzipien, die auf eine maximale Nutzung der natürlichen Ressourcen abzielen. Dazu gehören unter anderem die Gestaltung von Wasser- und Nährstoffkreisläufen, die Nutzung von lokalen und erneuerbaren Ressourcen, die Förderung der Biodiversität und die Integration von Tierhaltung und Pflanzenanbau.
Das Ziel der Permakultur ist es, ökologisch nachhaltige Systeme zu schaffen, die in der Lage sind, langfristig zu bestehen und gleichzeitig die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt zu erfüllen.
Mir ist bei der Recherche aufgefallen das Perma- und Mischkultur immer einher gehen weshalb ich auch meinen Block Misch-Permakultur genannt habe.
Mischkulturen sind Anpflanzungen, die aus verschiedenen Pflanzenarten bestehen, die gezielt zueinandergepflanzt werden, weil sie sich gegenseitig in ihrem Wachstum, ihrem Gedeihen positiv beeinflussen.
Wie komme ich eigentlich auf dieses Projekt?
Für Gemüseanbau interessiere ich mich schon länger. Im Garten meiner Eltern wird seit ich denken kann in kleinem Rahmen Gemüse und Obst angebaut. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich dies bisher eher vom Gartenstuhl beobachtet habe aus und als Esser genossen. Aber gießen und die Sache beobachten, das ist schon lange meins. Dieses Projekt ist nun meine Chance aus der Beobachterrolle in eine Macherrolle zu kommen. Ich bin sehr gespannt!
Meine Mutter hat mir zwei ihrer Hochbeete zur Verfügung gestellt, so dass dem Projekt nun nichts mehr im Wege steht.
UND JETZT GEHT ES LOS
20.04.2023: Heute habe ich damit angefangen, meine Beete aus dem Winterschlaf zu holen und habe sie vom „Unkraut“ befreit.
Ich habe allerdings durch meine Recherchen gelernt, dass es gar kein Unkraut gibt,weil jede Pflanze irgendeinen Sinn hat. Aber nicht jede Pflanze kann an jedem Ort ihren Sinn erfüllen. Also mussten diese Pflanzen der Beetentwicklung weichen.
Als alle Altpflanzen entfernt waren, habe ich den Beetboden begradigt.




Danach habe ich mich hingesetzt und habe überlegt, was sich gut als Permakultur eignet. Ich bin durch Herrn Preißler über die „Drei Schwestern“ gestolpert.
Die „Drei Schwestern“ setzten sich aus den Pflanzen: Mais, Bohnen und Kürbis zusammen. Diese drei bilden als Mischkultur eine traumhafte Symbiose und so sind sie zu ihrem Namen gekommen. Meine andere Mischkultur wird aus Tomaten, Erdbeeren und Salat entstehen.
Noch ein paar Infos zu meinen ausgewählten Mischkulturen.
Die drei Schwestern: Diese Dreierkombination kannten schon die Inkas und haben sie sehr erfolgreich angepflanzt. Ziel ist ja, dass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen. So dient der Mais als „Bohnenstange“, also als Rankhilfe für die Bohnen, die um ihn herum angepflanzt werden. Der Kürbis mit seinen großen Blättern bedeckt den Boden um die Bohnen und Maispflanzen. Damit schützt er den Boden vor Austrocknung und gewährleistet eine gute Wasserversorgung für alle Pflanzen. Da der Kürbis eine Pflanze ist, die lange Ranken Bildet, kann die eigentliche Pflanze mit den Wurzeln relativ weit von den Mais und Bohnenpflanzen entfernt gepflanzt werden, so dass der Kürbis auch keine Wasserkonkurrenz zu den anderen Pflanzen bildet. Bis zum Hochsommer, dem Zeitpunkt zu dem Wasser das größte Problem darstellt, sind die Ranken des Kürbis mit den schützenden Blättern dann längst unter den Mais- und Bohnenpflanzen angekommen und können ihre Schutzwirkung entfalten.
Mischkultur zwei: Tomaten, Erdbeeren, Salat
Auch hier geht es wieder um die Schaffung von Standortvorteilen für die einzelnen Pflanzen. Die hochwüchsigen Tomaten werfen Schatten und sind für zartere Pflanzen, wie Salat damit ein großer Standortvorteil. Salat lockert mit seinen vielen kleinen Wurzeln das Erdreich auf, das dadurch insgesamt viel aufnahmefähiger für Wasser wird. Außerdem beschattet er den Boden und verhindert zu starke Wasserverdunstung. Tomaten entziehen dem Erdreich weiträumig und in großen Mengen Nährstoffe. Der Salat braucht nicht viele Nährstoffe, so dass er kein Konkurrent der Tomaten ist. In der von mir ausgesäten Salatmischung sind Salate dabei wie Rucke, Endivien. Diese Pflanzen scheiden über ihre Wurzeln und durch Blattverdunstung Bitterstoffe aus, die Schädlinge, die für Tomaten gefährlich werden könnten, abhalten. Und was ist mit den Erdbeeren? Erdbeeren sind starkzehrend, das heißt sie verbrauchen viele Nährstoffe. Sie sind auch schädlingsbefallanfällig. Hier ist der Salat ein guter Nachbar. Und Tomaten und Erdbeeren behindern einander nicht und zugleich bieten die Blätter der Erdbeeren eine gute Beschattung. Und ganz zum Schluss: Erdbeeren sind einfach lecker 😉
So viel zur Theorie, jetzt wird es ernst!
27.04.2023: Heute habe ich meine Maissamen eingetopft. Mein Plan ist die Maissamen jetzt schon etwas vorzuziehen und sie dann nach den Eisheiligen (11.05-15.05.2023) in das Beet umzusetzen. Die anderen Pflanzen kaufe ich mir als Stecklinge. Warum mache ich das? Weil ich am Ende meines Projekts eine schöne, große und schon weit fortgeschrittene Misch-Permakultur präsentieren möchte.
Ich habe mir auch einen Plan aufgemalt, wie ich die Pflanzen am besten positionieren werde. Und ganz ehrlich, dass habe ich mir viel leichter vorgestellt als es dann letzt endlich gewesen ist.


04.05.2023:Heute bin ich zu Pflanzen Kölle gefahren und habe mich dort umgeschaut nach ein paar guten Stecklingen, die ich für meine Beete verwenden möchte. Ich bin leider nicht fündig geworden und muss nochmal am Wochenende los und es wo anders probieren. Was ich heute schon kaufen konnte, war Tomaten- und Gemüseerde und Bio Urgesteinsmehl





ich konnte aufgrund der welligen Maisblätter feststellen, dass es den Pflanzen zu heiß sein muss und so habe ich beschlossen, sie vom warmen Platz unter dem Fenster nach draußen ins Freie zu stellen

12.05.2023: Das Beet wird bestückt




Ich habe von meiner Mutter gelernt, dass man ein Beet immer von hinten nach vorne anlegt oder bearbeitet, damit man nicht die Pflanzen davor kaputt macht.







14.05.2023: Jetzt kommen wir zu meinem Beet Nummer 2. Mit den Pflanzen Mais,Bohnen und Kürbis














04.06.2023: Die Rettungsaktion für Beet Nummer 2. beginnt.







06.06.2023:





08.06.2023: Die Beete gedeihen schön. Bei Beet Nummer 2. finde ich sehen alle Pflanzen so aus, als wären sie endlich zuhause angekommen. Heute werde ich mich eigentlich nur mit den schriftlichen Ausarbeitungen beschäftigen und nochmal probieren den Block zu verbessern.



Eine kleine Randinfo: beim Giessen von Tomatenpflanze muss man gut aufpassen, dass man nicht die Blätter mit dem Wasser trieft, weil die Tomaten sonst Tomatenfäule bekommen können und sterben.

Die Zwischenstände meiner zwei Beete am 12.06.2023




15.06.2023: Ich bin leider heute auf Klassenfahrt, und konnte so nicht selbst die letzten Bilder für den Block machen.Zum Glück konnte mir meine Mutter dieses Problem abnehmen, genau wie das Gießen. Das haben netterweise meine Eltern übernommen, über die Zeit, die ich auf Klassenfahrt bin/war.
Links:
https://www.permakultur.ch/index.php/pk-wissen/was-ist-permakultur
https://de.serlo.org/nachhaltigkeit/35135/die-ethik-der-permakultur
Video Links:














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