„Guck mal da!“ – Natur erleben aus der Sicht einer zweijährigen.

Willkommen zu meinem Blog. Hier dokumentiere ich die wöchentlichen Erkundungtouren mit meinem Babysitting-Kind. Ich schreibe diesen aus der Sicht des Kindes und damit werde ich ab jetzt beginnen.

ich bin anfang April zwei Jahre alt geworden und endecke jeden Tag noch so viel Neues. Ich mag es total gerne draußen, denn da gibt es so viel zu sehen, hören und zu fühlen.

Jeden Mittwoch gehe ich mit meiner Begleitung Franzi zusammen für zwei Stunden in die Natur. Manchmal hat sie was vorbereitet, manchmal schauen wir aber auch einfach, wohin es uns treibt

Dieser Blog ist aus meiner Sicht geschrieben. Das bedeutet: Wenn hier „ich“ steht, dann bin ich gemeint – ein zweijähriges Mädchen, das die Welt mit großen Augen entdeckt.

Kommt mit mir nach draußen – ich zeige euch meine Welt 🌼

Heute bin ich mit Franzi in den Wald gegangen und habe viele kleine Tiere entdeckt. Hier habe ich gesehen, dass auf dem Baumstumpf ein Käfer gekrabbelt ist. Ich habe zu Franzi „Käfer“ gerufen und auf ihn gezeigt und dann war er auf einmal weg. Ich habe ihn gesucht, aber nicht mehr gefunden. Franzi hat mir gesagt, dass das ein roter Feuerkäfer war und dass er sich versteckt hat. Ich spiele auch manchmal verstecken.

Danach bin ich einen Berg hoch gelaufen. Das war sehr schwer und ich bin dann doch lieber hochgekrabbelt. Dann ist Franzi einmal hingeplumst und ich habe „Hoppala“ gesagt, das fand sie lustig und wir haben gelacht. Auf dem Berg war ganz viel Laub und da habe ich auf einmal ganz viele schwarze Tiere auf dem Boden gesehen, die schnell weggeaufen sind. ich habe drauf gezeigt und Franzi sagte, das sind kleine Spinnen. Es war toll den Spinnen zuzuschauen und ich habe mich zum beobachten hingehockt. Ich wollte eine Spinne berühren und da ist sie auf einmal ein Stück gesprungen. Ich habe mich erschrocken, fand das aber auch spannend und habe „Woah“ gesagt. Als ich keine Spinne mehr gesehen habe, wollte ich den Berg wieder runter. Diesmal bin ich hingeplumst und ich habe wieder „Hoppala“ gesagt. Dann bin ich den Berg auf dem Popo runtergerutscht und Franzi hat mitgemacht. Ich habe viel gelacht.

Ich bin dann weitergelaufen und Franzi ist hinter mir hergekommen. Da habe ich auf einmal sooo viele kleine Tiere gesehen, Ich wusste gar nicht wohin ich schauen sollte. Franzi hat mir gesagtm, dass das Ameisen sind und sie dort einen Haufen haben, der ihr Zuhause ist. Als ich weiter wollte, habe ich zu den Ameisen „Bye, bye“ gesagt und ihnen gewunken. Damm bin ich weiter gelaufen.

Ich habe mich hingehockt und mit den Händen über die Blätter gestreichelt, die Blätter haben geraschelt. Das fand ich toll und ich habe gelacht. Dann bin ich raus aus dem Wald gegangen und als Franzi „Tschüss Wald“ sagte, habe ich „Bye,bye“ gesagt und dem Wald noch gewunken.


Heute hat Franzi eine becherlupe mitgebracht. Auf dem Spieplatz habe ich direkt eine Ameise gefunden und Franzi hat mir geholfen, diese in die Becherlupe zu bekommen. Ich habe mir die Ameise ganz genau angeschaut, aber sie ist immer so schnell gelaufen, dass ich sie mir lieber von der Seite angeschaut habe. Franzi hat mir dann geholfen die Becherlupe wieder aufzumachen und ich habe diese dann auf den Boden gelegt, sodass die Ameise wieder raus konnte.

Dann bin ich weiter gelaufen und auf den Weg habe ich eine kleine Ameise gefunden. Ich habe zu Franzi gerufen „Baby Ameine“, denn Ameise kann ich noch nicht aussprechen. Die kleine Ameise habe ich kaum gesehen und musste ganz genau schauen.

Als ich richtung Wald gelaufen bin, habe ich wieder einen Feuerkäfer gefunden, wie auch letzte Woche. Ich habe zu Franzi „Feukäf“ gesagt, denn feuerkäfer ist für mich einfach noch zu schwierig. Ich habe ihn in der Becherlupe ganz lange beobachtet und wollte ihn da gar nicht mehr rauslassen. Franzi sagte dann, dass der Feuerkäfer aber gerne zu sich nachhause möchte zu seiner Familie, da habe ich die Becherlupe aufgemacht und der Feuerkäfer ist herausgekrabbelt. Ich habe dem Feuerkäfer zugewunken und zu ihm „Bye, bye“ gesagt. Dann bin ich weiter zum Wald gelaufen.

Im Wald waren ganz viele Spinnen auf dem Boden, die sind gehüpft als ich zu ihnen wollte, das fand ich lustig und ich habe gelacht. Ich habe Franzi die Becherlupe gegeben und „Pinne“ gesagt. Franzi hat dann eine Spinne in die Becherlupe getan und als ich sie mir genauer angeschaut habe, habe ich Franzi schnell die Becherlupe wieder gegeben und habe „Bye,bye“ zu der Spinne gesagt. Franzi hat sie dann wieder frei gelassen. ich habe dann zu Franzi „Mais“ gesagt und Franzi wusste sofort was ich meine….

Ich wollte noch zu den Hühnern bei Franzi zuhause. Ich habe den Hühnern Mais aus der Hand gegeben uns habe mich sogar getraut ein Huhn zu streicheln. Dann kam auch noch Emil, ihn habe ich auch noch gestreichelt. Dann war ich ganz müde und Franzi hat mich nachhause getragen.


Heute kam Franzi wieder zu mir nachhause und diesmal hatte sie eine Pappe in der Hand. Darauf war ein Gesicht gemalt und sie sagte, dass wir ein Löwenzahn-Löwen machen wollen. Wir sind dann losgelaufen und haben nach Löwenzahn gesucht. Immer wenn ich Löwnzahn gessehen habe, habe ich „Da“ gerufen und hingezeigt und dann sind Franzi und ich hingelaufen. Bei den ersten Versuchen habe ich den Löwenzahn immer ohne Stiehl abgepflückt. Franzi hat mir dann geholfen und gezeigt, dass ich am Stiehl anfassen muss und nicht an der Blüte

Es war gar nicht so leicht, das Löwenzahn einzufädeln, aber Franzi hat mir immer geholfen und mir erklärt, dass es leichter ist den Löwenzahn von unten dann durchzuziehen, als von oben zu drücken.

Ich habe den Löwenzahn-Löwen immer ganz vorsichtig von einem Löwenzahn zum anderen getragen. Immer wenn ich einen Löwenzahn gesehen habe, habe ich „Da“ gerufen oder „Löza“. Auf einem Löwenzahn war ein Tier und Franzi hat mir gesagt, dass es eine Biene ist und sie den Nektar aus dem Löwenzahn zum essen sammelt. Als die Biene weg geflogen ist, habe ich „Bye,bye“ gesagt und ihr hinterher gewunken. Dann wollte ich gerne auf den Spielplatz und habe zu Franzi „Spiepa“ gesagt. Sie hat mih verstanden und wir sind noh weiter zum Spielplatz gelaufen.

Auf dem Spielplatz habe ich Sand auf die Rutsche rieseln lassen. Das hat sich lustig angehört und ich habe gelacht. Dann haben Franzi und ich auf der Rutsche mit dem Sand gemalt. Das war voll toll, aber meine Hände waren dreckig und ich habe sie Franzi gezigt und „Oh“ gesagt…

…Franzi hat gesagt, dass es nicht schlimm ist und wir die Hände zuhause waschen. Dann habe ich noch weiter mitz dem Sand gespielt, bis ich nachhause wollte. ich habe dann zu Franzi „Mama“ gesagt und Franzi wusste, dass ich nachhause möchte. Wir sind dann los gelaufen und ich wollte den Löwenzahn-Löwen den ganzen Weg nachhause tragen. Zuhause habe ich dann den Löwenzahn-Löwen Mama gegeben mit ganz viel Stolz.

Heute hat es viel geregnet und Franzi hat mich wieder abgeholt. Wir sind dann von einer zur nächsten Pfütze gelaufen und ich habe mich in der Pfütze geshen und habe gewunken. Wir sind dann in den Pfützen gesprungen und ich habe zu jeder Pfütze „Bye, bye“ gesagt und gewunken.

Dann sind wir zu Franzi nachhause gelaufen und sind auf die Terasse gegangen. Auf dem Tisch lagen schon viele Gegenstände und Franzi hat gesagt, dass wir buntes Salz heute machen. Ich habe „Ja“ gesagt.

Franzi hat mir so ein schwarzes Ding hingestellt und gesagt, dass da jetzt Salz in die Schüssel muss. Ich wollte es unbedingt alleine versuchen, habe aber die Schale nicht getroffen und „Ups“ gesagt. Franzi hat gesagt, dass es nicht schlimm ist undhat mir dann geholfen. Wir haben dann Salz mit Löwenzahnblüten mit der Schüssel und diesem Stab gemörsert. Das gleiche haben wir mit Maiwipferl und Veilchen gemacht und dann habe ich noch Flieder gesammelt und Franzi hat mir geholfen die Blüten abzusammeln und auch das habe ich gemörsert.

Ich habe mit Franzi das Salz zum Trocknen auf ein Blech gelegt und in den Ofen getan. Im Anschluss haben wir es in ein Glas gefüllt und ich habe es mit voller Stolz nachhause getragen, um es „Mami“ zu zeigen.


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Kommentare

Eine Antwort zu „„Guck mal da!“ – Natur erleben aus der Sicht einer zweijährigen.“

  1. Avatar von admin

    Von den Igeln zur Arbeit mit Klientel. Sehr schön. Vielleicht kann man ja auch beides verbinden. Bin gespannt, wo die Draußenlerngeschichte noch hinführt.

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