Ein Blog von JaNina
Themenfindung und Brainstorming – 30.03.2023
Nach der Abwägung, ob wir ein handwerkliches oder bewegungsorientiertes Projekt starten, siegt unsere innere Leidenschaft. Als Sport- und Naturbegeisterte Menschen haben wir uns dazu entschieden diese beiden Leidenschaften in unserem Projekt zu vereinen. Mithilfe einer Mindmap haben wir unsere ersten Ideen und Gedanken dazu festgehalten.
Nach der Abwägung, ob wir ein handwerkliches oder bewegungsorientiertes Projekt starten, siegt unsere innere Leidenschaft. Als Sport- und Naturbegeisterte Menschen haben wir uns dazu entschieden diese beiden Leidenschaften in unserem Projekt zu vereinen. Mithilfe einer Mindmap haben wir unsere ersten Ideen und Gedanken dazu festgehalten.
Darüber hinaus tauschen wir uns über grundlegende Trainingsprinzipien und unsere individuellen Vorerfahrungen aus. Wir gleichen unsere Erwartungen über das Outcome des Projektes ab und planen die weiteren Teilschritte unseres Vorgehens.
Konkretisierung der Idee – 20.04.2023
Nachdem wir die Grundidee einen Trainingsplan für Sporteinheiten im Grünen zu entwerfen wieder verworfen haben wenden wir uns jetzt einem praktischeren und spielerischen Vorgehen zu. Wir wollen bei jedem unserer Treffen unterschiedliche Formen der Bewegung ausprobieren, diverse minimalistische Utensilien testen und die dabei entstehenden Erfahrungen möglichst mit Foto- und Videomaterial dokumentieren.
Bis zum 15.06 stehen uns für die Umsetzung 8 Termine zur Verfügung. Folgende Ideen haben wir bisher gesammelt:
- Rund um die Slakline
- Laufmeditation
- Animal Movement
- Turnringe am Baum
- Krafttraining im Outdoorgym
- SUP – Yoga
- Klettern / Bouldern
- PartnerInnen-Akrobatik
1. Rund um die Slakline
20.04.2022 – Bevor wir selbst die flexible Line zwischen zwei Fixpunkte spannen und uns darauf wagen, verschaffen wir uns einen theoretischen Hintergrund. Was von vornherein auffällt, um die Trendsportart ausprobieren zu können gibt es nur eine kleine Hürde: man braucht eine Slakline und zwei Fixpunkte. Ansonsten gibt es keine besonderen Vorraussetzungen, sodass jeder Mensch ohne gravierende körperliche Einschränkungen diese Sportart ausprobieren könnte.
Gefördert werden dabei Gleichgewicht, Konzentration und Koordination. Regelmäßiges Training kann die Posturale Kontrolle verbessern und zu einer verbesserten Körperhaltung beitragen. Außerdem werden Gelenke stabilisiert und Tiefenmuskulatur trainiert. Folgende Homepage ist Hilfreich für einen ersten Einblick ins Slacklinertraining:
https://slacktivity.ch/slackline-gesundheit/: Bewegung? Natürlich!Auf der Slakline laufen? Kann ja jeder 😎 naja zumindest mit Hilfestellung. Aber wir haben auch viele andere Übungen ausprobiert und hier einige davon auf Bildern und Videos für Euch festgehalten. Viel Spaß beim Stöbern






2. Laufmeditation
27.04.2022 – Heute haben wir diese Laufmeditation – Kraft und Zuversicht ausprobiert.
Bericht von Janina: Ich beschloss unvoreingenommen und neugierig an die Sache heranzugehen. Ohne mich vorher weiter zu informieren zog ich meine Laufsachen an, packte mein Handy in die Tasche und steckte mir Ohrstöpsel ins Ohr. Ich ging nach draußen startete die Laufmeditation und folgte ihren Anweisungen. Ich war sehr überrascht dass nach einer kurzen Wahrnehmungsübung die Meditation dahin führte Verletzungen aus der Vergangenheit zu betrachten und die Lehren daraus zu ziehen. Diese Tiefe und fast schon biografische Reflexionsarbeit hatte ich nicht erwartet. Ein Teil meines Inneren sträubte sich, sich darauf in Gänze einzulassen, dennoch gab ich mein bestes. Im Nachhinein betrachtet waren die Erkenntnisse keine wirklich neuen doch die gelaufene Strecke verlief fast wie im Fluge. Mit meiner jetzigen Erfahrung würde ich diese Laufmeditation jedoch nicht ohne die nötigen Hinweise weiterempfehlen. Allerdings hat diese Form der Meditation meine Neugier geweckt, ob es vielleicht noch andere Arten von Laufmeditationen gibt, die den Fokus mehr in der Wahrnehmung gegenwärtiger Prozesse halten und somit das Lauferlebnis intensivieren.
3. PartnerInnen-Akrobatik und Jonglage
04.05.2023 – der Schwerkraft entgegen. Oder doch gerade andersrum?
In der PartnerInnen-Akrobatik wird jede Menge Spannung aufgebaut. Körperspannung ist wichtig und gleichzeitig geistige Gelassenheit von Nöten, denn eines ist klar, der Boden ist nah.
Wir probieren einige Übungen, die wir selbst schonmal im der Vergangenheit geübt oder gesehen haben. Zusätzliche Ideen holen wir uns auf YouTube. Die Chemie stimmt sowie auch eine gute Mischung aus Ehrgeiz und Vergnügen.
In den Pausen, die immer wieder nötig werden jonglieren wir mit Bällen, Keulen und dem Diabolo. Eine ganz andere Beanspruchung die auf ihre ganz eigene Art für Entspannung sorgt.
Nach der Session fühlen wir uns stolz, geerdet, glücklich, entspannt, geborgen und verbunden. Verbunden miteinander und Verbunden mit der Erde, die uns und unsere Spielgeräte heute so oft aufgefangen hat.
4. Hillrunning & Klettern
11.05.2022 – Am heutigen Tag findet kein sportliches Programm statt, da Janina zur Arbeit einberufen wurde. Nina nutzt die Zeit um die bisher entstandenen Videos zu sichten und zu bearbeiten. Doch da wir uns nicht nur im Rahmen dieses Projektes natülich bewegen, berichten wir im folgenden von unseren Privaten Exkursionen.
Nina schwärmte schon bei unserer letzten Begegnung vom Hillrunning. (Ich: „Das ist doch das, wobei so „verrückte Leute“ wie irre steile Berge herunterrennen.“ Nina antwortete lächelnd: “ Ja genau!“)
Nina erzählt: es ist unfassbares Gefühl den Berg „einfach mal“ hoch und runter zu rennen. Das kann man natürlich nur in Intervallen machen und dann in den Pausen die Natur noch intensiver genießen. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, einfach mal den Kopf auszuschalten und den Körper machen zu lassen. Man ist sich gar nicht bewusst, wie schnell das Gehirn wahrnimmt und den Körper reagieren lässt. In uns steckt mehr! Einfach mal ausprobieren! – Das Hochrennen ist natürlich auch ein sehr gutes Training und mit viel Spaß verbunden. Hier ein Beweisvideo – viel Spaß und Achtung: Ansteckungsgefahr 🙂
Janina ging unterdessen mit ihrer Familie übers Wochenende klettern. (Nina frage:“ So richtig am Fels und mit Seil?“ Janina antwortete schmunzelnd: „Ja genau!“)
Janina erzählt: Wir fuhren zu fünft in die fränkische Schweiz, das ist ein super Klettergebiet mit tollen Felsen und vielen Routen. Das heißt, es gibt schon Ösen im Fels, die man zur Sicherung am Seil nutzen kann (wenn man’s kann). Mit drei Erwachsenen und zwei Kindern ist das ein wirkliche tolles und ganzheitliches Erlebnis. Wir zelten und fahren oder wandern am Tag zu einem Felsen. Vor Ort scouten wir erstmal gemeinsam den Ort und beschauen die Felswände. Wir sind in dem Moment oft alle voll kindlicher Leidenschaft und gehen unserem Entdeckungstrieb nach. Daraufhin widmen sich zwei Erwachsene der Erschließung einer Kletterroute (einer macht den sogenannten Vorstieg und der andere sichert). Die dritte erwachsene Person hält den Rahmen für die Kids, geht mit auf Entdeckertour, kümmert sich um die aktuellen Bedürfnisse und ist in Rufweite der Kletternden. Wenn die Route dann erschlossen ist, das heißt ein Sicherungsseil hängt im obersten Haken (dem sogenannten Toprope) dürfen alle mal ran. Das „Drumrum“ ist das eine: Den ganzen Tag in der Natur, kleine Höhlen entdecken, durch den Wald toben und sich treiben lassen..). Das Klettererlebnis an sich, ist das Andere. Ich persönlich bin beim Klettern sehr konzentriert. Absolute Präsenz im Jetzt. Die Wahrnehmung im Körper. Ständige Konfrontation mit den eigenen Grenzen. Ständige Überprüfung des eigenen Vertrauens. Vertrauen in sich selbst, in die Person, die sichert und Vertrauen in das Material. Meine persönliche Herausforderung besteht immer wieder darin, mich in dem Moment, wenn ich oben Angekommen bin und nach unten blicke, ins Seil zu setzten, von der Wand loszulassen und zu Vertrauen, dass ich sicher wieder untern ankommen werde.
Auch für die Kids ist das Klettern ein Erlebnis, das sich durch all die genannten Herausforderung ganzheitlich auf sie auswirkt. Und umso wichtiger ist es, sie dabei selbst entscheiden zu lassen, ob, wie hoch, wie lange und wann sie klettern wollen.


5. Bouldern
25.05.2023 – Diesen Donnerstag haben wir uns im Volkspark getroffen, um uns an der Boulderwand auszuprobieren. Diesmal waren wir jedoch nicht alleine, denn Andre Preißler ist als Boulder „Experte“ mitgekommen. Mit einer professionellen Erwärmung und anfänglichem Einbouldern fielen einige Fachbegriffe (Kreuzen, Eindrehen, Tangente usw.) und leider auch wir. Andre hat und hier genaustens Beobachtet und erste Verbesserungsvorschläge eingeworfen, die wir so gut, wie wir es konnten, umsetzten. Janina und Andre haben das ganze mit Kletterschuhen durchlebt, Nina versuchte es barfuß. Es wurde schnell deutlich, dass Schuhe doch angebracht sind aus Sicherheitsgründen und auch dem Ausprobieren neuer Techniken wegen. Der Schwerpunkt bei unserer Bouldereinheit wurde dann dem Eindrehen gelegt. Andre Preißler klettert uns vor und erklärt, welche Schritte und Handgriffe getan werden müssen, um das perfekt umzusetzen. Janina schaffte das Eindrehen dann zum Schluss auch nach fleißigem Üben an der Wand. Nina jedoch hatte leichte Schwierigkeiten und möchte ihre „Technik“ noch ein wenig ausbessern. Zufällig bekamen wir Besuch, vom Herausgeber „Berlin Brandenburgs Dickes B“, der nach Einwilligung auch Fotos aufgenommen hat (auch mit der Drohne), um diese im „Dicken B“ zu aktualisieren. Außerdem erzählten sie, dass ihr nächster Stop die Kletterhalle in Golm ist, die Andre Preißler als eine der besten Kletterhallen in Berlin Brandenburg sieht und uns auch schon von dieser vorgeschwärmt hat. Zudem steht ein großer Adler vor der Halle, der vom Material her Ähnlichkeiten mit Naturstein hat und somit nochmal eine andere Klettererfahrung in der Stadt liefert. Die beiden anderen Kletterbeigeisterten erzählten uns Drei, dass sie sich heute mit dem Chef der Halle treffen, um diese mal auszukundschaften. Netterweise haben sie uns eingeladen und erwähnt, dass wir doch dazu stoßen könnten. Andre Preißler schwärmte weiterhin von den tollen Konditionen der Halle und dass der Adler auch eine Besonderheit ist, die man unbedingt gesehen haben muss. Wir beide wurden sehr neugierig und überlegten, ob wir unserem heutigen Schicksal nicht nachgehen sollten. Egal ob wir uns dann in- oder outdoor bewegen würden. Nina musste aus zeittechnischen Gründen, etwas länger überlegen, den Weg nach Golm auf sich zu nehmen, entschied sich dann aber auch dafür. In Golm haben wir und Drei dann nochmal alle getroffen und die zwei Besucher sind zufällig auch genau zu dem Zeitpunkt dazugestoßen, sodass wir tatsächlich mit in die Halle durften. Dort zeigte uns Andre Preißler seine stolze 4 Sterne Route und eine 3 Sterne Route mit Überhang, die wir dann auch versuchten. Unsere Arme und Finger signalisierten uns auch, dass sie heute schon einiges geleistet haben. Nichtsdestotrotz ist Janina die 3Sterne Route zum Ende hin erfolgreich geklettert. Zum Abschluss des Tages und mit letzter Arm und Fingerkraft haben wir den Adler kletterhafterweise „beschnuppert“.




6. Krafttraining – P-West
01.06.2023 Gemeinsam sind Janina und Nina (mit Fährfahrt) Richtung Potsdam West gegangen, um dort an der „Platte“ unser heutiges Projekt durchzuführen. Auf dem Plan steht Krafttraining in der Natur. „Die Platte“ beschreibt ein Calisthenics ähnliches Gerüst mit angrenzenden Holzblöcke, einer Überdachung mit Sitzmöglichkeiten, einen alten Basketballplatz und eine Tischtennisplatte. Wir haben unsere bewegte Einheit digital Festgehalten, somit hier der Link und viel Spaß beim Anschauen!

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