Am heutigen Donnerstag haben wir zunächst einem befreundeten Hobby-Imker einen Besuch abgestattet, um uns ein paar Einblicke, für unser kommendes Projekt zu verschaffen.
Bei der Durchsicht handelt es sich um die erste des Jahres 2023. Hierbei geht es darum, den Zustand des Volkes zu erkennen. Durch gezieltes Suchen nach Restfutter und Brut in Form von Stiften oder verdeckelter Brut.






Durch unseren Besuch konnten wir viele Eindrücke gewinnen. Es ist faszinierend zu sehen, wie strukturiert und arbeitsteilig die Bienen vorgehen. Wir haben uns einige Tipps und Ratschläge für die Anschaffung einer geeigneten Beute geben lassen und machen uns nun auf die Suche.
Voller Vorfreude blicken wir auf die kommenden Wochen. In der nächsten Woche, werden wir eine Bienenbeute besichtigen und sie eventuell mit nachhause nehmen. Einen ungefähren Standort für die Bienen, haben wir auch schon in Aussicht.
Ran an die Beute!

Heute ist es endlich soweit, wir holen unseren ersten beiden Beuten ab! Bei den Beuten handelt es sich um ein ziemlich altes System, welches von den älteren Generationen von Imkern genutzt wurde.
Sie sind etwas eingestaubt und in die Jahre gekommen, aber für das ist für uns kein Problem. Wir machen die beiden Beuten, die wir erhalten haben wieder schick !
Alles hat System !


Im Gegensatz zum weit verbreiteten Magazinsystem kann man hier, keinen weiteren Platz für die Bienen schaffen, indem man einfach einen Honig- oder Brutraum aufsetzt. Die Hinterbehandlungsbeute besteht aus einer Einheit mit zwei Räumen, welche nicht erweiterbar ist. Ebenfalls unterscheidet sich dieses System darin, dass hier wie der Name schon sagt, von hinten gearbeitet wird und nicht von oben, wie beim Magazinsystem.
Gut zu wissen: Früher wurden Hinterbehandlungsbeuten in sog. Bienenwagen eingesetzt und konnten aufgrund des bewegbaren Untersatzes wunderbar zur Wanderimkerei genutzt werden. Daraus ergibt sich aber auch, dass diese Beuten einen Unterstand bzw. ein Dach benötigen, um vor Witterung geschützt zu werden. Daher müssen wir schonmal eine Überdachung einplanen, sowie einen Anstrich mit geeigneter Wetterschutzfarbe.



Wir haben uns im Vorfeld mit diesem System beschäftigt und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir den Versuch wagen wollen, dieses alte System für unsere Hobby-Imkerei zu nutzen.
Im Internet und in Fachliteratur, zum Thema Hinterbehandlungsbeuten, liest man oft, dass dieses System arbeitsintensiver als Maganzinbeuten seien. Wir haben uns davon aber nicht abschrecken lassen, da wir zu Beginn, mit maximal zwei Beuten bzw. zwei Völkern starten wollen und somit nicht davon ausgehen, dass wir dadurch zusammen in Arbeit untergehen werden.


Wie geht es weiter?
Noch bevor an den Einzug von Bienen in unsere neuen Beuten zu denken ist, müssen diese erst einmal auf Vordermann bzw. Vorderfrau gebracht werden !
Dafür benötigen wir für die nächste Woche einige Hilfsmittel, unter anderen Schleifpapier, einen Schleifer, um die alte Farbe zu entfernen und um die Wetterschutzfarbe auftragen zu können. Da wir schon dabei sind, haben wir im Internet nach bienenfreundlichen Anstrichen gesucht und haben uns schließlich für eine Lasur von Kora entschieden, diese sollte bis nächste Woche geliefert werden. Zum reinigen der Räume benötigen wir einen Spachtel, um das sogenannte Propolis zu entfernen, sowie einen Brenner mit welchem wir die Räume ausbrennen werden. Durch das ausbrennen werden so gut wie alle unerwünschten Milben bzw. Schädlinge für die Bienen entfernt. Des weiteren müssen wir uns darauf einstellen, einige Holzteile zu ersetzen oder ggf. an einigen Stellen Leim zu benutzen. Auch die alten Scharniere und Ketten sollten möglichst durch Edelstahlteile ausgetauscht werden.

Hier der Link zur Lasur: https://www.amazon.de/dp/B07NY8V9ZL?ref_=cm_sw_r_apin_dp_8CH5BBDQQFXP2Q4YQXVA
Übrigens, um uns jede Woche neues Wissen zu Honigbienen und das Imkern anzueignen haben wir uns einen Ratgeber im Buchhandel gekauft. Wer sich ebenfalls einen Ratgeber für Einsteiger zulegen möchte, dem kann ich „Der Imkerkurs für Einsteiger“ wärmstens empfehlen.
Unter folgenden Link ist ein kleiner Auszug frei verfügbar: https://www.book2look.com/embed/978-3-8186-1314-3&euid=15140894&referurl=www.ulmer.de
Der erste Schliff
Wir haben mit Hilfe eines Multischleifers, unserer blauen Beute einen Anschliff gegeben, um die alte Farbe zu entfernen und anschließend die Lasur aufzutragen. Ebenfalls wurden die Bruträume durch einen Brenner gereinigt.
Brut- und Honigraum reinigen



Doch was ist Propolis überhaupt?
Als Propolis bezeichnet man den aufbereiteten Knospen- und Baumharz, welchen Bienen gezielt von diversen Bäumen sammeln. Dabei hat die Zusammensetzung verschiedenster Harze unterschiedliche Wirkungen. Die Bienen tragen das Propolis im gesamten Bau auf. Das Propolis wirkt dabei wie ein natürliches Antibiotika, welches die Bienen vor Seuchen und Krankheiten innerhalb des Baus schützten soll. Selbst die alten Griechen und Ägypter haben schon von der Wirksamkeit des Propolis gewusst und dieses genutzt!

Die Beute für die Lasur vorbereiten
Nun geht es darum, die Beute von außen zu schleifen. Wir verwenden eine Auflage mit einer Körnung von 60, um die Beute zunächst von den bisherigen Farbschichten zu befreien.

Kurzzeitig haben wir den Brenner benutzt, um einen Teil der Farbe aufzulösen. Das hat ganz gut funktioniert.



Time to shine!
An diesem Donnerstag haben wir damit begonnen, die verbliebenen Stellen zu schleifen und die Klappen zu entfernen. Anschließend wurde die Beute mit der Lasur behandelt und das erste Brett erhielt neue Scharniere.
Diese Woche kam außerdem unsere Bestellung von Holtermann.de an. Diese beinhaltet 28 Wachsplatten, 1000 Ösen für die Rähmchen, 1kg Wabendraht, einen Wabendraht-Spanner und 300g Blauköpfe für den Wabendraht. Ebenfalls wurde die bienenfreundliche Wetterschutz-Lasur für die Beute geliefert.


Damit die Bienen einen einfacheren Start im neuen Zuhauses haben, werden Wachsplatten an den Rähmchen angebracht, woran sie ihre Waben bauen. Um die Wachsplatten zu befestigen, wird ein Draht durch mehrere gegenüber liegende Löcher geführt.
Damit wir nächste Woche gleich mit dem Drahten beginnen zu können, haben wir schonmal die Rähmchen mit den Ösen, aus der Bestellung versehen. Das hat eine Weile gedauert, da sich pro Rähmen 8 Löcher befinden und das x30 Rähmchen.

Endspurt
Diese Woche haben wir genutzt, um die Rähmchen zu verdrahten und an einigen davon schon Wachsplatten zu befestigen. Des Weiteren haben wir bei unserem Freund einen Ableger gebildet.
Die Rähmchen verdrahten
Um die Rähmchen zu verdrahten hatten wir uns ja bereits 1000 Ösen, 1kg Wabendraht, 300g Nägel, 24 Bienenwachsplatten und einen Drahtspanner von Holtermann bestellt. Vergangene Woche haben wir bereits alle Rähmchen mit den Ösen versehen.


Wir haben mit Hilfe eines Trafos die Drähte erhitzt, dadurch schmolzen die Wachsplatten am Draht fest.
Nächste Woche ist es an der Zeit, einen Ableger für unser zukünftiges Volk zu bilden.
Jetzt wird abgelegt!
Um Leben in unsere Beute zu bekommen müssen wir uns für unser zukünftiges Volk eine Königin krönen. Dies tun wir, indem wir in den Bruträumen unseres Freundes nach sogenannten Weiselzellen suchen.

Wenn das Volk sich vermehrt, kommt es allmählich in Schwarmstimmung. Wenn das geschieht, suchen die Ammen-Bienen bestiftete Zellen aus, welche dazu auserkoren werden nur mit dem Gelee-Royale gefüttert zu.
Für unseren Ableger haben wir also nach Weiselzellen gesucht und diee in einen Nachdem wir die Waben in den Kasten gehangen haben, hieß es abwarten. In der nächsten Woche sollte unsere Königin geschlüpft sein, damit wir den Ableger in unsere Beute einziehen lassen können.
Das große Krabbeln hat begonnen
Diese Woche ist es soweit! Unsere Königin ist geschlüpft und ist munter auf. Nun müssen wir die Königin einfangen und in einen kleinen Käfig sperren, um diese in eine Box, samt Arbeiterbienen zu machen. Anschließend wird die Box über Nacht in einen kühlen dunklen Raum gestellt. Während dieser Zeit können sich die Arbeiterbienen, welche zum Teil aus verschiedenen Völkern zusammengepfercht wurden, an den Geruch ihrer neuen Königin gewöhnen.
Am nächsten Morgen war zu erkennen, dass die Arbeiterinnen eine Traube um den Käfig der Königin gebildet haben. Sie machen kaum eine Bewegung und geben keine Geräusche von sich.
Etwa gegen 18 Uhr haben wir uns mit den Bienen auf den Weg zu unserer Beute gemacht. Um zu verhindern, dass die Bienen beim öffnen der Box wegfliegen, haben wir sie durch die Gitter der Box mit einem Pflanzensprüher mit Wasser besprüht. Dadurch können die Bienen nicht fliegen, zumindest bis sie ihre Flügel wieder getrocknet haben.
Um die Bienen, in unsere Beute einzuschlagen, müssen wir zunächst die Königin mit Käfig in die Beute hängen. Bevor der Käfig aber eingehangen wird, muss der Stopfen des Käfigs durch eine kleine Kugel aus Futterteig ersetzt werden. Diese Futterkugel wird, sobald die anderen Bienen in der Beute sind, von ihnen gefressen. Somit wird die Königin verzögert die Beute betreten, dadurch haben wir genug Zeit, die anderen Bienen in die Beute zu machen.
Die Bienen wurden erneut mit Wasser besprüht und durch schüttel, sowie mit Hilfe eines Bienenbesens in die Beute gefegt. Die restlichen Bienendie in der Box verblieben habenhh nach einer Weile selbst ihren Weg in die Beute gefunden.
Um den Bienen einen einfacheren Start in der neuen Bleibe zu verschaffen haben wir die Rähmchen mit Wasser besprüht und einen weiteren Klumpen aus Futterteig in die Beute gelegt.
Die erste Durchsicht

Bevor wir die Durchsicht starteten, beobachteten wir zunächst das Flugloch und die einfliegenden Bienen. Einige Bienen, die ankommen tragen Pollen in den knalligsten Farben mit sich.
Bei der Durchsicht haben wir festgestellt, dass die Königin bereits Eier gelegt hat. Auf dem letzten Rahmen haben wir bereits verdeckelte Brut festgestellt.

Die Königin wurde ebenfalls entdeckt und war wohl auf.
Durchsicht II
Eine Woche nach der ersten Durchsicht ist es bereits Zeit für die Zweite.
Im Vergleich zur letzten Durchsicht hat sich das Brutbild eindeutig verändert. Zwei Rahmen waren nahezu komplett mit verdeckelter Brut besetzt.

Des Weiteren sind viel mehr Pollen eingelagert worden, sowie frischer Nektar. An einigen Rahmen waren schmale Streifen mit bereits verdeckeltem Honig zu erkennen.

Schreibe einen Kommentar zu admin Antworten abbrechen