
Willkommen zu unserem Projekt Lost Place. In dieser faszinierenden Reise durch die Zeit nehmen wir euch mit auf eine Entdeckungstour zu vergessenen Orten, die einst voller Leben und Bedeutung waren. Wir werden euch die verborgenen Geschichten und Geheimnisse der jeweiligen Orte näher bringen und die einzigartige Atmosphäre und Schönheit im Verfall einfangen. Unsere Motivation liegt in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Orte andererseits der Nervenkitzel etwas verbotenes zu tun. Wir hoffen ebenfalls auf paranormale Erlebnisse viele Lost Places wie Krankenhäuser sind hierfür prädestiniert.

Doch diese Tour bietet mehr als nur einen Blick auf die verlassene Architektur. Wir laden euch dazu ein die erstaunliche Vielfalt der Pflanzenwelt zu entdecken. Von der Pflanzenbestimmung bis hin zur Beobachtung der natürlichen Wiederbelebung bietet unser Projekt, die Schönheit und Kraft der Natur wieder spiegelt.



Die Faszination dieser Orte liegt darin das der Besucher selbst die Möglichkeit hat auf „Entdeckungsreise“ zu gehen und dabei die Geschichte ganz individuell und hautnah erleben zu können. Auf der anderen Seite birgt diese Eigenart der Plätze auch manchmal unterschätzte Gefahren. Des Weiteren ist das Betreten solcher Orte selten rechtlich eindeutig geregelt, weshalb Besucher von Lost Places auch zuweilen lieber anonym agieren.
Oft wird die Beschäftigung mit Lost Places gleichgesetzt mit moderner Schatzsuche oder auch dem Sammeln von Militaria bzw. Munition. Für viele Menschen, die sich mit den vergessenen Orten beschäftigen, ist dies eine ernsthafte Form von Heimatgeschichte.
Laut dem Historiker Peter Read, ist die Attraktivität solcher Orte nicht nur durch Abenteuer- und Entdeckerlust oder dem Reiz Verborgenes und Verbotenes zu erkunden zu erklären. In ihr wirkt auch eine tiefe Sehnsucht etwas Verlorenes wieder zu finden und in den verfallenden und von der Natur überwucherten Überresten der Zivilisation sowohl Zeuge der Vergänglichkeit zu sein als auch die Kraft des Erinnerns zu erleben.
der alte Flugplatz Rangsdorf
Vor Ort stellten wir fest das um den aalten Flugplatz viele Neubauten dazu gekommen sind, der Flugplatz selber war von einem Bauzaun umgeben. An einem Eingang gab es zwei Bürocontainer wir fragen dort ob wir den Platz betreten dürfen. Der Mann war sehr freundlich, begleitete uns ein Stück und erzählte uns das die Denkmalgeschützten Hallen saniert werden sollen um dort Wohnungen zu bauen.


In den 1930er Jahren war er Sportflughafen und Flugzeugwerk zugleich. Während der Hersteller Bücker in den riesigen Produktionshallen Sportmaschinen baute, war draußen auf dem Flugfeld immer etwas los. Es gab regelmäßig spektakuläre Flugshows, bei denen sich tollkühne Piloten mit waghalsigen Pirouetten in den Himmel schraubten. Heinz Rühmann war als Sportpilot Stammgast. Hier haben die Pioniere der Luftfahrt Geschichte geschrieben. Der alte Flugplatz ist mit seinen vielen Hallen, Hangars, Bunkern und Nebengebäuden nahezu vollständig erhalten geblieben. Die Gebäude sind aber extrem verfallen. Zuletzt hatten die Russen das Gelände für die Instandsetzung ihrer Flugzeuge und Hubschrauber genutzt. Überall sieht man russische Schriften und Malereien.






Der Flugplatz Rangsdorf, von dem aus Claus Schenk Graf von Stauffenberg einst mit einer Bombe losflog, um Hitler umzubringen, ist verlassen, vergessen, verdrängt und wird ignoriert. Sähe natürlich ganz anders aus, hätte Von Stauffenberg Erfolg gehabt! Vielleicht wäre Rangsdorf dann auch berühmt und anerkannt worden, so wie Tempelhof – auch verlassen, aber niemals verfallen. Die Russen haben Rangsdorf nach dessen Blütezeit übernommen – Stars wie Elli Beinhorn, Bernd Rosemeyer, Beate Uhse sind von hier aus geflogen – aber sie konnten die guten Zeiten nicht mehr aufleben lassen. Sie ließen eine Menge Müll zurück, als sie nach Moskau zurückkehrten. Müll, der verschwunden ist, aber doch seine Spuren hinterlassen hat.






Die Natur mit ihrer unglaublichen Kraft überragt die Strukturen, die die Menschen ihr zurückgelassen haben und holt sich zurück, was ihr gehört. Die Winter bzw. Steinlinde also auch die Hängebirke suchen sich wie auch der braunstielige Streifenfarn dort ihren Weg durch sämtliche Spalten des Gemäuers. Diverse Moosarten wie das Entodonmoos und das Rotstängelmoos bild überall einen grünen Teppich. Um dies zu sehen , muss man nicht unbedingt die Lost Places in Russland, China, USA oder Kambodscha bereisen. Viele dieser Orte liegen genau vor Eurer Haustür.








Wir haben euch hier mal einige der wichtigsten Aspekte die zu beachten sind aufgeführt:
- Strukturelle Unsicherheit:
- Einsturzgefahr: Verlassene Gebäude können strukturell instabil sein und Teile davon könnten einstürzen.
- Schadhafte Böden: Böden können morsch oder beschädigt sein und einbrechen, besonders in oberen Stockwerken.
- Gesundheitsrisiken:
- Asbest und Schadstoffe: Viele ältere Gebäude enthalten Asbest oder andere gefährliche Materialien.
- Schimmel und Feuchtigkeit: Schimmel kann in feuchten, verlassenen Gebäuden wachsen und Atemprobleme verursachen.
- Sicherheit:
- Gefährliche Gegenstände: Verlassene Orte können scharfe Gegenstände, Schutt oder andere gefährliche Materialien wie Monition.
- Kriminelle Aktivitäten: Manche dieser Orte werden von Drogenabhängigen oder Kriminellen frequentiert.
- Rechtliche Aspekte:
- Betreten verboten: Viele Lost Places sind Privatbesitz oder haben Zutrittsbeschränkungen. Das Betreten kann illegal sein und zu Geldstrafen oder anderen rechtlichen Konsequenzen führen.
- Haftung: Bei Unfällen auf solchen Grundstücken kann es schwierig sein, rechtlichen Schutz oder Hilfe zu erhalten.
- Orientierungsprobleme:
- Verlorengehen: In großen, komplexen Gebäuden oder weitläufigen Geländen kann man sich leicht verlaufen.
- Mangelnde Kommunikationsmöglichkeiten: Oft gibt es in solchen Orten keinen Handyempfang.
- Naturgefahren:
- Tiere: Wilde Tiere oder streunende Hunde könnten sich in verlassenen Orten aufhalten.
- Pflanzenbewuchs: Dicke Vegetation kann den Zugang erschweren und Stolperfallen schaffen.
- Mangelnde Rettungsmöglichkeiten:
- Abgelegenheit: Viele dieser Orte sind schwer zugänglich, was im Notfall die Rettung erschweren kann.
- Unzureichende Vorbereitung: Ohne die richtige Ausrüstung und Planung kann ein Besuch riskant sein.
Um diese Gefahren zu minimieren, sollte man immer mit Vorsicht vorgehen, sich gut vorbereiten, rechtliche Bestimmungen beachten und idealerweise nicht allein gehen.
Bunker des Wachregiment Feliks E. Dzierzynski Kommando 3: Teilobjekt 1



Bei Teupitz, gut versteckt in einem Waldstück am Tabaksee, befindet sich das Teilobjekt 1 des Wachregiment Feliks E. Dzierzynski Komando 3 mit Sitz in Massow. Viel bekannt über die Funktion des Schutzbauwerkes ist nicht, es diente wohl dem Wachregiment. Errichtet wurde zunächst ein Typenbau 1/15, dieser wurde allerdings nachträglich erweitert, um die nutzbare Fläche zu vergrößern. Die Netzersatz Anlage wurde in einen separaten NEA Bunker ausgelagert und der NEA Stollen verlängert um die Fernmeldetechnik aufzunehmen. Auch die Zuluftstrecke wurde verlängert und liegt senkrecht am ursprünglichen Stollen, in diesem befand sich dafür das Dispatcherpult des Bunkerkommandanten und vermutlich eine Werkstatt. Auch ein zusätzlicher Notausgang befindet sich gegenüber des Sanitärstollens. Untypisch ist der relativ lange und winklige Zugangstunnel zum Bunker.









Vom Hauptverbindungsgang wurden rechts zur maximalen Raumausnutzung noch separate kleine Raumstollen angebaut, ausserdem diente ein etwas größerer aus Ziegeln gemauerter Raum rechts vom Hauptgang vermutlich als Lageraum. Dieser dient nach einer kompletten Entkernung den Fledermäusen als Winterquartier.





Die Anlage befindet sich insgesamt in einem schlechten Zustand, ausser den Resten der Funkmelde – Anlagen und dem zerstörte Dispatcherpult ist nichts mehr von weiterer Technik zu sehen. Wenn man etwas weiter in den Wald geht findet man überall noch Spuren der längst vergangenen Zeit. Eingefalle oder zugeschüttete Notausgängen, Kabeln die überall aus dem Boden ragen, Belüftungsrohren oder eingewachsenen Sicherungskästen. Die Natur ist wirklich beeindruckend mit ihrer Kraft und Widerstandsfähigkeit. Sie zeigt sich hier wieder in ihrer Fähigkeit, sich anzupassen und selbst unter extremen Bedingungen zu gedeihen.







ehemalige Pflegeheim Saalower Berg

Vor vielen Jahren wurde das Pflegeheim Saalower Berg geschlossen. Seitdem steht es leer und hat sich in einen wundervollen Lost Place verwandelt. Um 1958 waren hier bis zu 1200 alte und pflegebedürftige Menschen im Pflegeheim untergebracht. Vieles wurde zerstört, aber einiges erinnert immer noch an eine längst vergangene Zeit.



Viele endlose Flure und unzählige aneinander gereihte Zimmer gab es im heutigen Lost Place zu sehen. Das schöne Wetter hat hat heute wohl dafür gesorgt das er garnicht so ,,Lost,, war. Wir haben zwei Mädels getroffen die dort ein Fotoshooting in langen schwarzen Kleidern machten, eine Gruppe die sehr erfolgreich Geochaching Schätze suchten und einer Vater mit seiner Tochter die dort regelmäßig spazieren gehen. Auf dem Teil des Geländes das wir geschafft haben zu erkunden, sind viele Kunstwerke zu finden. Schade ist natürlich das sämtliche Spraydosen einfach dort liegen gelassen werde.






Im Jahr 1936 wurde westlich von Saalow ein Kasernengelände angelegt, in das zunächst eine Sperrballon-Einheit der Luftwaffe einzog. Im Jahr 1940 wurde sie in eine Ausbildungs-Abteilung für Sanitätspersonal umgewandelt. Bis Kriegsende war die Einrichtung auch gleichzeitig ein Lazarett. Auf dem Friedhof in der Nähe ruhen 1.033 deutsche Soldaten und Flüchtlinge, die nach Kriegsende hier gestorben sind. Zuletzt befanden sich hier 38 Baracken. Kurz nach Kriegsende waren einige Baracken zerstört worden. Die verbliebenen 22 Baracken wurden ab 1946 als Unterkunft für Umsiedler genutzt. Ab 1947 kam eine Krankenstation hinzu.

1948 wurde daraus das Feierabendheim Saalow, aus dem im Jahr 1953 das Pflegeheim Saalow entstand. Ab 1954 wurde es als Pflegeheim Freundschaft geführt. Von 1956 bis 1958 wurden einige große Gebäude errichtet. Bis zu 1200 alte und pflegebedürftige Menschen wurden im Pflegeheim untergebracht. 1990 waren es noch rund 600 Menschen, die unter denkbar schlechten Bedingungen dort lebten.









In einem Gebäude wurde eine ,,Burglandschaft,, für Softair Spiele gebaut.



Das Gelände ist sehr sehr weitläufig wir haben vielleicht 1/3 gesehen. Es ist als wäre man in einer kleinen verlassenen Stadt. Mache Gebäude sind kaum zu erkennen weil die Bäume ringsherum rum so hoch gewachsen sind. Es soll irgendwo noch eine kleine Kapelle geben die wir aber noch nicht gefunden haben. Wir werden nächste Woche auf jeden fall noch einmal wieder kommen……….






Wir sind wieder da………
Heute herrscht eine recht mystische und finstere Stimmung. In den Gebäuden hört man hier und da ein knacken, knirschen oder Wassertropfen die auf den Boden fallen. Was einen schnell glauben lässt man wäre nicht allein. Wir lauschen immer wieder weil wir denken Stimmen zu hören aber niemand ist zu sehen auch der Parkplatz vor dem Gelände war im Gegensatz zum letzten mal leer.



Heutige Mission war es die Kapelle zu finden, wir hatten den Tipp bekommen das sie etwas abseits des eigentlichen Geländes liegen soll. Also machten wir uns auf die Suche.











Der weg führt uns direkt durch den Wald und auch dort fanden wir einige Schätze.



Und dann stand sie plötzlich da, von vorne waren wir uns erst nicht sicher weil sie noch recht intakt wirkte. Auf den zweiten Blick sah man jedoch das sie schon ihre besten Jahre hinter sich hatte.



Wir haben erst gezögert wirklich hinein zu gehen, die Hemmschwelle war etwas größer da es ein Haus Gottes ist. ABER die Neugier überwiegte. Es war jedoch sehr bedrückend und die lustige Stimmung die auf dem Weg dort hin entstand war plötzlich weg. Man macht ein paar schritte rein und steht plötzlich in einem Raum wo vor einigen Jahren tote Menschen für den allerletzten Abschied präpariert wurden.


Wir schauen um die ecke wo es sehr dunkel ist, wir nutzen das Licht vom Handy und plötzlich stehen wir vor einer kleinen Kühlzelle. In der einen Ecke sehen wir noch Überreste eines mittlerweile zerfallenen Holzsarges.


Auch eine Art Fahrstuhl gibt es mit dem die Toten in den Keller transportiert wurden.





Ich habe mich mit Freunden ausgetauscht die das selbe Hobby haben und auch schon dort waren, allerdings vor 3 Jahren. Wenn man die Bilder vergleicht erkennt man das Schubladen fehlen, Decken und Kittel liegen auf dem Boden verteilt die Liege aus dem Vorbereitungsraum ist verschwunden auch der schwarze Plüschbär ist nicht mehr da. Hier mal ein paar Bilder von vor 3 Jahren.




Schlussendlich hat die Kapelle bei uns großen Eindruck hinterlassen, es ist traurig zu sehen wie wenig Respekt die Menschen vor den verlassenen Orten haben. Die Geschichte, die dahinter steckt ist für andere meist uninteressant.
„Little Prypjat“ – Die Geisterstadt am sowjetischen Flugplatz
26 Grad die Sonne scheint, wir brauchen erstmal Abkühlungen. Auf zum Supermarkt um die Ecke…..


Und ab auf die Autobahn anderthalb Stunden mit einer wilden Mischung Musik, von Italopop bis hin zu Finch war alles dabei. Zwei mal kurz im Stau gestanden und zack schon da. Dort haben wir uns dann mit Sharon getroffen und los ging…….


Die sowjetischen Streitkräfte nutzten etwa 50 Flugplätze in der DDR. Für die Soldaten gab es eigene Siedlungen, die heute teilweise als Geisterstadt im Wald liegen: Willkommen in „Little Prypjat“ in Deutschland.



Vereinzelt lassen sich in „Little Prypjat“ noch sowjetische Relikte finden, wie eine Soldatenplastik aus Beton oder ein aus gelben und braunen Kachelbruchstücken zusammengesetztes Lenin-Portrait, das wahrscheinlich den Vorplatz eines Speisesaales schmückte. Im Sommer 1992 wurde dieser sowjetische Militärstandort aufgegeben, sodass sich seitdem das deutsche „Little Prypjat“ entwickeln konnte.

Little Prybjat entwickelte sich von einem kleinen deutschen Fliegerhorst zum größten sowjetischen Flugplatz in der DDR. 1938/39 baute die Luftwaffe für die Flieger eine Kasernenanlage und der Flugplatz erhielt eine 1000 m lange Gras-Start- und Landebahn, und zu Versorgungszwecken Anschlussgleise vom nächsten Bahnhof. Es waren keine aktiven fliegenden Einheiten hier stationiert. Von 1939 bis 1942 war der Fliegerhorst Ausbildungsflugplatz des Flieger-Ausbildungs-Regiments 82 und bis September 1944 der Flugzeugführerschule A/B 3 Guben. Für die Flugzeugführerschule wurde extra ein imposantes Schulgebäude errichtet.
In einigen Plattenbauwohnungen sprießen bereits die Birken, sodass sich die Natur auch hier schrittweise diese verlassene Stadt zurückholt.









Es gab noch einige Dosen, Gläser, Flaschen, Kleidung und auch Zeitungen und Papiere aus längst vergangener Zeit zu entdecken.









Die Graffiti Künstler waren wieder am Werk, fast in jeder Ecke fanden wir Spraydosen. Ein zweiter Besuch ist bereits geplant, es war bis hierher bereits eine beeindruckende Reise durch die Zeit.






Auf unserer heutigen Exkursion fanden wir ein Schwimmbad mitten im Wald. In dem Becken schwammen hunderte kleiner Kaulquappen und auch ein paar kleiner Frösche.


Wir liefen vorbei an den Häusern die wir beim letzten Mal schon erkundet hatten und sahen von weitem etwas rotes durch den Wald schimmern. Als wir etwas näher ran gegangen waren erkannten wir dann es ein Baufahrzeug zum fällen und entrinden von Bäumen. Erst waren wir nicht sicher gehen wir noch weiter ran oder nicht….aber klar sind wir weiter ran gegangen !!!
Dass Dach der Halle war schon eingestürzt, außen am Gebäude fanden wir eine Leiter die nach oben führte. Das Risiko das Dach direkt zu betreten wollten wir jedoch nicht eingehen.






Ringsherum um die Halle musste wir extrem aufpassen wo wir hin laufen, denn überall im Boden waren Löcher bzw. teilweise zugeschüttete Schächte, wo sie hinführten…bleibt leider ein Rätsel.





Hier noch ein paar Eindrücke aus weiteren Wohnhäusern die wir entdeckt haben.




















Running Gag: Wohnungsbeschreibung für Frau Wassermann…
Endlos lange Flure mit frisch verlegtem Boden, die Möbel des Vorbesitzers können bei Bedarf übernommen werden. Sie haben einen rundum Blick ins Grüne. In der Wohnung darf geraucht werden solange es sich in Maßen hält. Haustiere sind ebenfalls erlaubt. Auch die Wände sind frisch gestrichen. Die Nachbarschaft besteht größtenteils aus Künstlern die auf Nachfrage bei der weiteren Wohnungsgestaltung behilflich sind. ;P

Atombunker und Südfrüchte: Die mysteriöseste Klinik der DDR


Nach anderthalb Stunden fahrt und etlichen kleinen Staus fahren wir auf den zugewachsenen Parkplatz. Durch die mittlerweile sehr hoch gewachsenen Bäume erkennen wir zwei riesige Gebäude. So ziemlich jedes der Fenster ist zerschlagen. Das erste was uns auf dem Parkplatz begrüßt sind Berge von Müll die der Mensch wieder einmal zu faul war vernünftig zu entsorgen.



Dekadenz pur: Das ehemalige DDR-Regierungskrankenhaus in Buch gehört zu den spannendsten Lost Places in Berlin. Um das Regierungskrankenhaus der DDR im Pankower Ortsteil Buch ranken sich seit jeher wilde Gerüchte: Kein Wunder. Ohne Sonderausweis kam in die 1976 errichtete Klinik niemand hinein. Was sich auf den Krankenhausfluren abspielte? Das wussten nur ausgesuchte Patienten und ein kleines Team medizinischer Fachkräfte. Nach der Wende wurde die geheimnisumwitterte Klinik 2007 stillgelegt – und verkommt seitdem.

In den 1970er-Jahren ließ die Regierung der DDR im Nordosten der Hauptstadt zwei große Krankenhäuser errichten. Im Waldgebiet gut versteckt vor neugierigen Blicken entstanden zwei riesige Klinikgebäude: das Stasi-Klinikum und in unmittelbarer Nachbarschaft das DDR-Regierungskrankenhaus auf einem weitläufigen Eckgrundstück. Das Klinikum Berlin-Buch war mit mehr als 3000 Betten der größte Krankenhauskomplex der DDR.
In der geheimnisumwitterten, viergeschossigen Spezialklinik in Berlin-Buch, die zugleich als Poliklinik und Spital fungierte und sogar über eine Entbindungsstation verfügte, versahen 58 Fachärzte sowie 115 Pflegekräfte ab 1976 ihren Dienst. Ihnen stand die fortschrittlichste diagnostische und therapeutische Medizintechnik zur Verfügung: moderne Technik aus dem Westen, eine eigene Apotheke und einer der acht Computertomographen der DDR.
Bereits in der DDR gab der abgeschottete Bau Anlass zu Spekulationen: Wer wurde in luxuriösen Krankenzimmern umsorgt? Gerüchte rankten sich um Schalen voll seltener Südfrüchte, die überall herumstünden, eingeschmuggelten West-Medikamenten und Ärzte-Teams, die ihr Gehalt in D-Mark ausgezahlt bekämen.



Eingang gefunden und auch gleich eine Art Wachturm oder Ausguck.


Wir waren an dem Tag nur im Stasi – Klinikum das Gelände ist zu weitläufig um alles in ein paar stunden zu erkunden. Als erstes Waren wir im Keller…..






Seit 2007 erobert die Natur das 53.000 Quadratmeter große Gelände für sich zurück: Das Baumaterial der Klinik verfällt, an den Wochenenden findet man hier viele feierwütige und Randalierende. Das hat Spuren an dem Bau hinterlassen: Graffiti-Künstler haben sich am Mauerwerk verewigt und das Innere ist durch Verfall und Vandalismus gezeichnet.



















Künstler am Werk.






Seit einiger Zeit steht fest das hier ein neues Wohn – und Gewerbequartier entstehen soll. Um die 3300 Wohnungen könnten hier entstehen. Einige Waldliebhaber hätten sich aber ehr eine Wiederaufforstung gewünscht.



Wir kommen wieder…..
Das Regierungskrankenhaus



Nach einer Wanderung quer durch den Wald durch Büsche und Sträucher erwartete uns diese epische Anblick. Bilder wie aus einem Katastrophen Film.





















Heute war das alte Krankenhaus sehr gut besucht, viele Jugendliche kommen dort hin um ungestört zu sein. Leider ist hier schon viel zerstört und randaliert worden. So ziemlich jede Scheibe ist hier ein geschmissen, Waschbecken, Toiletten, Lampen einfach alles ist kaputt. In einigen Räumen wurde sogar Feuer gelegt. So auch heute. Wir waren gerade auf dem Weg nach unten als und blauer Qualm und der Geruch von Feuer in die Nase stieg. Wir versuchten den Brand ausfindig zu machen und fanden ihn Schlussendlich im Schwimmbad. Einer der alten Stühle wurde angezündet. Ein anderer Besucher legt die mit Wasser getränkten Steinwolle Matten die überall umher lagen darauf um es zu löschen. Als wir wieder durch das Loch am Zaun nach draußen kletterten hörten wir noch wie Sachen umher geschmissen und weitere Scheiben zerschlagen wurden.

Es ist wirklich immer wieder erschreckend wie wenig Respekt bzw Ehrfurcht so alten und auch Geschichtsträchtigen Gebäuden und Orten entgegen gebracht wird. Ich füge euch mal noch 2 Videos eines Freundes mit ein, die er über den Ort gemacht hat.
Plötzlich menschenleer: Wie sähe die Welt dann aus?
Dass der Mensch die größte Belastung für unseren Planeten darstellt, ist unumstritten. Aber stellen wir uns doch mal für einen Moment vor, das Universum täte einen Fingerschnipp und alle aktuell 7,6 Milliarden Menschen wären spurlos verschwunden. Was würde dann passieren?
1. Nach einer Woche
Unser Verschwinden wäre schon nach der ersten Minute bemerkbar. Sichtbare Auswirkungen wären jedoch „erst“ nach einer Woche zu erwarten.

Überraschend klare Luft
Wenn 7,6 Milliarden Menschen verschwinden, bedeutet das, dass rund 1,3 Milliarden Kraftfahrzeuge nicht mehr fahren, dass 800.000 wöchentliche Flüge ausfallen und 40.000 Handelsschiffe vor sich hindümpeln. Enorm positiv für die Luft. Dazu gibt es sogar einen Vergleich: Als nach dem 11. September die USA sämtliche Zivilluftfahrt für drei Tage verbot, wurde der Himmel sofort signifikant klarer. Die Luft ist nun frei von Abgasen, viel Feinstaub wurde ausgeregnet. Jedes Lebewesen, das einen Atemzug tut, inhaliert nur noch einen Bruchteil der Schadstoffe die noch vor einer Woche über dem Boden schwebten.

Wenn die Lichter ausgehen
Schon in den ersten Tagen würden fossile Kraftwerke ausfallen. Das trägt zwar ebenfalls zur Luftsauberkeit bei, gravierender wären jedoch die positiven Auswirkungen auf die Lichtverschmutzung. Denn diese oft verkannte Form der Umweltverschmutzung hat nur eine Ursache: Die menschgemachte – nächtliche Dauerbeleuchtung. Wo schon viele Umspannwerke mangels Abnehmer zerstört sind, wird es in vielen Regionen mächtig dunkel. Die verbliebenen Tiere freuen sich dort über einen natürlichen Nachthimmel. Es konnte beobachtet werden wie Schildkröten sich wieder am Mond orientieren, statt an beleuchteten Hotelfenstern. Und Insekten per Sternenlicht navigieren, statt Straßenlaternen zu umschwirren.

2. Nach einem Monat
Es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird. Ähnlich sieht es auch in diesem Szenario aus. Denn ein letzter „Gruß“ des Menschen ist sein Vertrauen auf Atomkraft.
Die meisten Kernkraftwerke sind so konzipiert, dass sie selbstständig funktionieren. Geht Kühlwasser verloren, fährt physikalisch unvermeidbar der Reaktor herunter. Doch gibt es auch Kraftwerke wie etwa die des Tschernobyl-Bautyps die nicht selbstständig arbeiten. Diese Technik war auch Grund für die Explosion. Es kommt zu Kernschmelzen. Viele würde wahrscheinlich durch das schützende Reaktorgebäude aufgehalten. Andere jedoch gelangen an die Umwelt. Derzeit gibt es alleine weltweit 449 Zivil-Reaktoren, dazu hunderte militärische.

Die Klima-Erholung beginnt
Doch selbst mit radioaktiven Wolken hat das keine Auswirkungen auf unser Klima. Nach einen Monat beginnt das Klima sich in Mini-Schritten zu erholen. Vier Wochen lang wurde kein CO2 in die Umwelt geblasen, keine anderen Abgase produziert. Allein durch die Atmung stößt jeder Mensch pro Tag 25 Kilo aus – rechnet man dann noch die Autos und alle anderen technischen Geräte hinzu, sind das enorme, eingesparte Mengen.
Flut in den Städten
Viele Städte sind nur deshalb bewohnbar, weil der Mensch nachhilft. Bestes Beispiel: New York City. Der Untergrund dieser Metropole ist nur deshalb trocken, weil unzählige Pumpen rund um die Uhr Grund- und Meerwasser abhalten. New Yorks Tunnelsystem ist nun einen Monat n.M. überflutet. In den Niederlanden sieht es ähnlich aus und auch in New Orleans – die Stadt liegt größtenteils unterhalb des Meeresniveaus.

Der Panamakanal, über Meeresniveau und nur durch viele Schleusen voller Wasser, würde allmählich leerlaufen.
3. Nach einem Jahr
Mutter Natur ist kein sentimentaler Charakter. Schon nach einem Jahr wird sie eifrig daran sein, unsere Spuren auszuradieren. Die Welt nähert sich nun ihrem Ursprungszustand an.
Brände, Fäulnis, Verwitterung, Schmutz
Ein Jahr n.M. macht sich auch ein anderes Bild breit – das verkohlter Gebäude. Zwar ist mit dem Menschen das größte Brandrisiko gebannt, gleichzeitig löscht aber auch niemand, wenn Blitze einschlagen. So manche Fachwerk Altstadt besteht deshalb bald aus vielen Aschehaufen. Wo das nicht der Fall ist, wird unser Verschwinden trotzdem sichtbar sein. Ein Jahr fuhr keine Straßenreinigung mehr, kehrte niemand Gehsteige, wurde kein Rasen gemäht, keine Hecke gestutzt.

Fukushimas Sperrzone wo die Natur bereits wieder durchgreift.
Die Meere quellen über
365 Tage lang wurde kein einziger Fisch gefangen. Das macht bei rund 80 Millionen Tonnen, die sonst jährlich aus den Meeren gezogen werden, einen gewaltigen Unterschied. Nicht nur, dass insgesamt mehr Fische vorhanden sind. Diese werden zudem viel mehr Nachkommen produzieren. Und weil das Nahrungsangebot nun so üppig ist, profitieren davon auch alle anderen Meeresbewohner. Etwa Pinguine, Robben oder Wale.
4. Nach einem Jahrzehnt
Zehn Jahre, nachdem der letzte Mensch wandelte, wird die Welt ganz ähnlich aussehen, wie es schon heute die Stadt Prypjat bei Tschernobyl tut. Unsere Spuren sind zwar noch vorhanden, aber unverkennbar dem totalen Verfall preisgegeben.
Straßen verschwinden
Zehn Jahre lang sickerte Regenwasser in Straßenspalten, gefror und sprengte sie auf. Zehn Jahre lang krachte Sonne unbarmherzig auf Asphalt, blieben dort Blätter liegen und kompostierten langsam. Nun werden die meisten Straßen der Welt einer Buckelpiste gleichen. Hie und da scheint noch der Untergrund durch. Doch die Wege werden sich als merkwürdig grünes Band zeigen, bewachsen mit Gräsern und einigen Pflanzen. Das einzige, was noch etwas menschlicher aussehen wird, sind lange Brücken, bei denen es keine umliegende Vegetation gibt, die sich hätte darauf ausbreiten können.

Zehn Jahre ohne Beheizung und menschlicher Pflege werden die meisten Gebäude in einen bemitleidenswerten Zustand versetzen.
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