Viel Schreiberei brauch Zeit

Heute den 04.06.26 sitzen wir jeder bei sich Zuhause und arbeiten am Glossar der Wildpflanzen, am Brenesselhandout für den letzten Schliff und an den schriftlichen teilen.

Das ist Rausgekommen:

Warum machen wir das eigentlich?

In unserem Projekt beschäftigen wir uns mit heimischen Wildpflanzen. Dafür gehen wir regelmäßig in den Wald in Potsdam, Havelland und Umgebeungund suchen dort verschiedene Pflanzen, welche wir bestimmen und uns mit ihren Nutzungsmöglichkeiten beschäftigt. Anschließend machen wir aus einigen Pflanzen verschiedene Produkte wie Tee, Salben, Tinktuenen und Pesto.

Das Projekt passt gut zum Anliegen des Kurses, da es Naturerfahrung, Nachhaltigkeit und praktisches Lernen miteinander verbindet.

Für uns selbst hatte das Projekt den größten Mehrwert. Wir sind beide begeisterte Pflanzenfans mit Vorwissen und großem Wissensdurst. Unser Ziel, welches wir uns am Anfang gesetzt hatten, war so viel wie möglich herauszufinden und ausprobieren um nach dem Projekt ohne Buch oder Handy durch den Wald zu laufen und zu wissen was wir nutzen können. Wir wollten verstehen wie Pflanzen funktionieren und wie sie wachsen und haben deshalb auch selbst zuhause Pflanzen Großgezogen.

Mit dem Wissen und mit der Begeisterung bieten wir uns selbst und auch anderen die möglichkeit bewusster und Achtsamer Natur und Ressourcen wahrzunehmen. Wer einmal selbst Pflanzen züchtet, schmeißt deren Früchte nicht mehr weg, weil er sie nicht mehr möchte. Wer weiß das ein Wald nicht nur Bäume und „Grünzeug“ sind, der Achtet und schätzt dieses kleine Wunder der Natur.

Wir haben nicht lang gebraucht um diese Wahl zu treffen und auch unsere Beweggründe dieses Projekt umzusetzen sind die gleichen. Natur fasziniert uns und dass schon seit klein auf. Egal wo wir sind es zieht uns immer wieder dorthin. Wir beide leben in einer Gesellschaft, die sehr schnelllebig ist, stressig ist, die Natur immer weiter zurückweicht. Wir wollten in diesem Projekt uns wieder das zurückholen. Auch das Wissen von früher wo es keine Medizin und keine Supermärkte gab, möchten wir wieder in die Köpfe holen und euch zeigen was alles möglich ist.

Mentoring Stil
Wir würden mich am ehesten dem fragenden Mentoring-Stil zuordnen. Während unseres Projekts ging es nicht nur darum, Pflanzen zu finden und Informationen über sie zu sammeln, sondern auch darum selbst Zusammenhänge zu entdecken und zu verstehen. „Warum wächst diese Pflanze gerade hier?“, „Woran erkennt man sie?“ oder „Was könnte man mit ihr machen?“.

Viele unserer Erkenntnisse entstanden erst durch gemeinsames Nachdenken, Vergleichen und Ausprobieren. Dadurch haben wir uns intensiver mit den Pflanzen beschäftigt haben, als wenn wir die Informationen einfach nur nachgelesen hätten.

In unserer zukünftigen pädagogischen Arbeit kann ich mir diesen Ansatz ebenfalls gut vorstellen. Gerade bei Naturprojekten mit Kindern bietet es sich an, Fragen zu stellen und die Kinder selbst forschen zu lassen, sodass die Kindliche Neugier ihren Platz findet.

Was ihr für die Praxis Wissen solltet

Ungewöhnliche Aufgaben stellen, Pflanzen mit verbundenen Augen ertasten lassen oder die Teilnehmenden auffordern, einen Waldabschnitt aus der Perspektive eines Tieres zu betrachten. Dadurch verlassen sie ihre gewohnten Denkweisen und nehmen die Natur bewusster wahr. Wenn ihr unsere Projekte umsetzen wollt, denkt daran wichtige Regeln aufzustellen für die Kinder. Gerade bei kleineren Kindern besteht die Gefahr, dass sie pflanzen verwechseln oder sie aufgrund falscher Annahmen essen, obwohl diese nicht essbar sind. Das gilt für Projekt, aber auch für unaufbesichtigte Freizeit der Kinder. Für solche Projekte eignen sich Pflanzen, wie zum Beispiel die Brennnessel, welche keine Giftigen Verwechslungspartner hat.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren

Die Pdf der Brennessel ist per WhatsApp in unsere Gruppe gestellt, sowie das Glossar und können auch gerne noch auf IServ für alle zur Verfügung gestellt werden.

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