Von Resten zum Spielen…

– Wie aus Restbeständen Spielzeug entsteht.

Ich bin Leandro Dagn. Ich bin 20 Jahre alt und arbeite im Hort in Ludwigsfelde. Mir ist es wichtig, das alle Menschen gut behandelt werden. Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil meiner Pädagogischen Arbeit. Ich bin hilfsbereit, teamfähig sowie auch kritikfähig. Ich will immer und überall mein Spaß haben und ich will gerne alles auf meinen eigenen Weg machen, auch wenn es der schwierigere ist. Ich nutze viel den Umgang mit Sinnen und mache Angebote seine Wahrnehmung zu stärken.

Ich würde mich zu dem ultimativen Trickser- oder Verwandler-Ansatz zuordnen, da ich gerne versuche, das Menschen Situationen mit „neuen Augen“ betrachten, aus ihren gewohnten Verhaltensmuster ausbrechen und auch mal eine neue Möglichkeit testen, das Ziel zu erreichen. Ich motiviere die Kinder, durch Albernheiten und „Blödsinn“ mitzumachen um neue Sachen zu testen, damit sie aus ihrer Komfortzone gelockt werden und somit in die Lernzone kommen. Es gelingt mir Leiter, Lehrer und Vorgesetzte, welche „vernünftig“ und „erwachsen“ sind, zu motivieren auch wieder in die Kinderaugen zu gehen und spaß und Freude an neuen Sachen zu finden, indem sie mich Beobachten und Lust bekommen es auch zu versuchen. Wenn die Spiele und Abenteuer für die Menschen zu leicht sind, ändern ich oder vergesse ich gerne auch mal „aus versehen“ einzelne Regeln oder mach die Aufgabe schwieriger.

Daher würde ich mich zu diesem Mentoringstil zuordnen.

Instagram: leandro.dgn 🙂

Als Kurs haben wir Ideen ausgetauscht, welche Projekte wir machen wollen. Dabei kam die Idee auf, für die Kita auf Hermannswerder, Spielgeräte für die Kinder auf dem Außengelände zu bauen. Doch die Kita wollte vorher eine offizielle Partnerschaft mit der BSH-Potsdam, welche zeitnah nicht möglich gewesen war. Doch die Idee, Spielzeug selber zu bauen, blieb mir im Kopf und ich habe angefangen, Ideen zu finden, was ich selber bauen kann und welche ich in meinem Hort regelmäßig nutzen kann.

Ich habe somit Ideen gesammelt und aufgeschrieben. Die Ideen wären einmal ein Wurfspiel mit Ringen, Wikingerschach und ein Kegelspiel.

Meine Ziel war es, alles aus Restbeständen zu bauen, um nachhaltig Spielzeug herzustellen. Zuhause habe ich viele Reste gefunden, welche eigentlich Brennholz werden sollten. Ich habe mir alles, was ich benötigen könnte, zur Seite gelegt.

Nachdem ich die ersten zwei Projekte fertiggestellt habe, ist mir aufgefallen, das ich Wikingerschach in der Projektzeit, nicht bewältigt kann. Daher habe ich entschieden, die Zeit zu nutzen, den Beitrag zu schreiben.


Meine Produktideen:

Kreuz-Ringwurfspiel:

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Kegelspiel:

https://www.kita.de/ratgeber/spielzeug/gartenspielzeug/outdoor-spielzeug-holz/

Wikingerschach:

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Angefangen habe ich mit dem Wurfspiel. Meine Idee war es, ein Spiel zu bauen, bei dem die Spieler mit Ringen auf ein Kreuz mit Stäben werfen müssen. Am ersten Tag haben meine Eltern unsere Hecke geschnitten. Daraus sind längere Stücke entstanden. Diese Habe ich in kleine Stäbe geschnitten. Dabei habe ich darauf geachtet, das alle Teile gerade sind.

Bei den kleinen Stäben habe ich die Rinde, mit einem Messer, entfernt und danach Zurechtgeschnitzt, damit sie in der Halterung halten können.

Um das Kreuz zu machen, habe ich zwei Bretter genommen und diese zurecht gesägt. Ich habe versucht die Mitte zu finden und habe ein Bereich abgetragen, damit ich beide Bretter ineinander legen kann. Diese habe ich mit Leim befestigt und Trocknen lassen. Bei dem entfernen von der Mitte gab es Schwierigkeiten, da oft, zu viel mit rausgerissen wurde, was nicht sollte. Die Sachen habe ich mit leim wieder Fixiert.

Als der Leim getrocknet ist habe ich angefangen, in das Holz Löcher zu bohren, um die Stäbe daran zu fixieren. Die Stäbe musste ich dann noch dünner machen, da sie nicht gut in das Loch gepasst haben. Als sie in der richtigen Größe waren, habe ich sie mit Leim in den Löchern fixiert. Dabei habe ich auch gleich Löcher und Risse im Kreuz gefüllt und verleimt.


Als dann alles fest war, habe ich das Kreuz Schwarz angesprüht. Damit die Stäbe wenig bis keine Farbe abbekommen, habe ich sie abgeklebt. Am Ende war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Dennoch haben noch die Ringe gefehlt. Nach viel Überlegung kam ich auf den Entschluss, die Ringe mit Schnur und Panzertape selber zu machen. Dabei habe ich immer zwei gleichlange Schnüre gedreht und zusammen geklebt.


Spielbar ab 3 Jahre.

Motorik, Mathematik

Während ich das Wurfspiel gebaut hatte, habe ich angefangen, die Kegel für das Kegelspiel herzustellen. Dabei musste ich aus dem Holzlager etwa gleichgroße Holzstücke entnehmen.

Bei den Holzstücken habe ich mit Sandpapier die grobe Rinde abgeschliffen, bis sich die Rinde glatt angefühlt hat. Für zehn Kegel habe ich ungefähr zwei Stunden gebraucht.

Schwierig war es, die Rinde zu schleifen, dort wo eine Astgabelung ist. Am Ende habe ich die Rinde mit dem Messer abgemacht.

Ich habe die auf einer geraden Fläche aufgestellt, um zu kontrollieren ob die Kegel stehen können. Dabei ist mir aufgefallen, das einzelne nicht stehen können.

Darauf hin habe ich sie gerade gemacht. Nun habe ich die Seiten abgeklebt und habe die obere Seite weiß angesprüht. Doch nachdem die Farbe getrocknet ist, konnte man das Weiß nicht sehen.

Daher habe ich sie doch mit schwarzer Farbe besprüht und dann mit den Zahlen von Eins bis Zehn nummeriert. Denn noch, fehlt der Ball zum kegeln. Ich wollte den ball selber drechseln.

Also habe ich die Drechselbank im Bootshaus aufgebaut und Alles fixiert. Dabei fehle eine Halterung die ich nach gemacht habe, damit das Werkstück im der Bank halten kann.

Ich habe ein Holzstück fest gemacht und habe angefangen eine Kugel zu drechseln. Doch das war mir zu anstrengend und ich habe daher die Kugel geschnitzt. Am nächsten Tag war das holz getrocknet und ist dabei geplatzt. Die Löcher habe ich mit Leim aufgefüllt.

Ich habe ein Holzstück festgemacht und habe angefangen eine Kugel zu drechseln. Doch war das mir zu anstrengend. Daher habe ich die Kugel mit einem Messer geschnitzt. Da das Holz, welches ich benutzt habe noch frisch war, war dies am nächsten Tag getrocknet. Dabei ist es aufgerissen. Die Risse habe ich daher mit Leim aufgefüllt, damit ich den Ball nicht erneut machen muss.


Spielbar ab 5 Jahre.

Spielbar ab 2 Jahre, wenn ein anderer Ball benutzt wird.

Motorik, Mathematik


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Kommentare

Eine Antwort zu „Von Resten zum Spielen…“

  1. Avatar von admin

    Übersichtlicher Blog. Ausgewogen in Text und Bild. Macht Spaß ihn zu lesen. Dass du die Wippdrechselbank ausprobiert hast, passt zum Verwandler-Trickster-Ansatz. Schade, dass du nicht drangeblieben bist die Kugel zu drechseln. Hast du die Spiele mit Kindern ausprobiert? Ein Fazit dazu wäre schön gewesen.

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