Von Wanderung zur Grenzerfahrung: eine Reise allein durch die Berge:)

Ich habe mich allein auf eine 4 tägige reise nach Bayern begeben, wo ich mich anfänglich ohne essen auf eine Wanderung
Losgemacht habe und ich habe mich dabei mit einer Kamera begleitet.

Gründe für die Wanderung

Ich habe mir diese Wanderung als Projekt ausgesucht, weil mir die Reise mit dem Wildniskurs nach Schweden etwas zu gemütlich war. Ich wollte eine größere sportliche Herausforderung und mein eigenes Tempo gehen. Außerdem war es mir wichtig, zu erleben, wie es ist, allein unterwegs zu sein.

Da ich noch nie gefastet hatte und diese Tour eine gute Gelegenheit bot, um zur Ruhe zu kommen und mehr nachzudenken, habe ich bewusst auf Verpflegung verzichtet – lediglich einen Notfall-Snickers hatte ich dabei. Mein Ziel war es, möglichst unvorbereitet aufzubrechen, um herauszufinden, wie ich mit einer solchen Situation umgehe.

Da ich keine neue Ausrüstung anschaffen musste, war das Projekt auch realistisch umsetzbar. Ich fand es außerdem sinnvoll, solch eine Tour selbst zu machen, um besser zu verstehen, welche Fehler passieren können und worauf es bei Touren mit Klient:innen ankommt.

Anreise

Am 16. April habe ich mich um 8:30 Uhr auf den Weg nach Berlin gemacht, um von dort aus mit einer BlaBlaCar-Mitfahrgelegenheit nach Nürnberg zu fahren. Während der Fahrt nach Nürnberg habe ich mir eine weitere Mitfahrgelegenheit nach München Hauptbahnhof gebucht. Von dort aus bin ich anschließend mit dem Zug nach Mittenwald gefahren.

Ich kam gegen 19:00 Uhr in Mittenwald an, kaufte noch schnell Wasser ein und begab mich dann zu der Stelle, die ich mir während der Zugfahrt als Ausgangspunkt für meine Tour ausgesucht hatte. Letztendlich war ich erst gegen 20:30 Uhr am Berg, weshalb es bereits fast dunkel war, als ich meine Tour begann.

Vorbereitung

Das war mein Startpunkt am Berg von wo aus ich etwa noch 2 Stunden im dunkeln auf den Berg bin.

Das Fertige Video

Der höchste Punkt meiner Wanderung: 1800 Meter

Körperliche und Geistige Erfahrungen

Ausrüstung

Kleidung

  • Drei Unterhosen
  • Zwei Unterhemden
  • Zwei T-Shirts
  • Merino Longsleeve
  • Kapuzenpulli
  • Unterziehjacke
  • Regenjacke
  • Kurze Hose
  • Lange Unterhose
  • Kurze Socken
  • Lange Socken
  • Wandersocken
  • Käppi
  • Drei Buffs
  • Sonnenbrille
  • Wanderschuhe
  • Wassersandalen

Schlaf & Ausrüstung

  • Schlafsack
  • Merinowoll-Schlafsack-Inlay
  • Isomatte
  • Tarp
  • Wanderstöcke

Technik

  • GoPro
  • Handy
  • Vier Powerbanks

Verpflegung & Wasser

  • Wasser
  • Trinkflasche
  • 5-Liter-Kanister
  • Ein Snickers
  • Brausetabletten

Hygiene & Gesundheit

  • Kernseife
  • Sonnencreme
  • Kleiner Verband
  • CBD

Sonstiges

  • Schnizz-Sachen (z. B. Messer)
  • Mundharmonika

Bei einer ähnlichen Tour mit Kindern sollten folgende Punkte beachtet werden:

Tour gut planen
Die Strecke sollte zum Alter und zur Fitness passen – lieber zu kurz als zu anstrengend. Höhenmeter, Pausenmöglichkeiten und Ausstiegsoptionen sollte man vorher kennen. Genug Zeit einplanen, Pausen nicht vergessen.

Körperliche Grenzen achten
Kinder zeigen Überforderung oft anders – sie werden still, motzen oder stolpern viel. Also: Tempo anpassen, regelmäßig trinken und essen lassen, Rucksack nicht zu schwer. Es geht nicht darum, „etwas zu schaffen“, sondern gemeinsam gut anzukommen.

Bei Schnee besonders vorsichtig
Schnee macht alles anstrengender: Der Weg ist rutschig, die Kälte zehrt. Nur mit guter Ausrüstung (warme, dichte Kleidung, Wechselzeug) losgehen, keine riskanten Wege wählen, und Lawinenlage unbedingt vorher checken.

Ausrüstung – lieber einfach, aber funktional
Gute Schuhe, wetterfeste Kleidung, Mütze, Handschuhe, Regenschutz, Trinkflasche und kleine Snacks – das reicht oft schon. Weniger ist mehr, Hauptsache es passt und schützt.

meine Gedanken vor Ort.

Pädagogischer Aspekt

Beim Wildnismentoring geht es nicht nur darum, draußen unterwegs zu sein – sondern darum, sich selbst, die Gruppe und die Natur bewusst wahrzunehmen.

Eine Wandertour bietet die Chance, dass Kinder und Jugendliche ihre eigenen Grenzen spüren, Verantwortung übernehmen und merken, wie sie auch mit einfachen Mitteln gut draußen klarkommen.

Durch gemeinsame Erfahrungen, kleine Beobachtungsaufgaben oder einfach das bewusste Gehen in Stille kann echtes Lernen entstehen – ohne dass es sich wie Unterricht anfühlt.

Lawinen

Aus gegebenem Anlass: Ein paar wichtige Infos zu Lawinen und Lawinengefahr

Wenn man im Winter in den Bergen unterwegs ist – ob zu Fuß, mit Ski oder Schneeschuhen – sollte man sich unbedingt über die aktuelle Lawinengefahr informieren. In Deutschland geht das zum Beispiel über den Lawinenwarndienst Bayern, in Österreich gibt es für jedes Bundesland eigene Lawinenwarndienste. Die Infos findet man ganz einfach online oder per App, etwa „Lawine Tirol“.

Die Lawinenwarnstufen reichen von 1 (gering) bis 5 (sehr groß). Besonders gefährlich wird es nach starkem Schneefall, bei viel Wind oder wenn die Temperaturen plötzlich steigen. Dann kann sich der Schnee nicht richtig setzen – und eine Lawine kann schon durch einen einzelnen Menschen ausgelöst werden.

Gerade an solchen Tagen ist es wichtig, Touren genau zu planen oder im Zweifel lieber zu verschieben. Ein Blick auf den aktuellen Lawinenbericht gehört deshalb einfach dazu – er kann im Ernstfall Leben retten.

Kosten der Reise

Nach dem Trip bin ich mit dem FlixBus nach München gefahren und anschließend mit einer BlaBlaCar-Mitfahrgelegenheit zurück nach Potsdam. Für Zugtickets und die Mitfahrgelegenheiten habe ich insgesamt etwa 150€ ausgegeben. Zum Glück hatte ich keine Anschaffungskosten für Ausrüstung.

Für meinen Döner mit Tee habe ich 11€ gezahlt und für den Schutzraum 10€. Auf dem Rückweg nach Potsdam habe ich mir auch noch etwas zu Essen geholt, für das ich 19€ gezahlt habe. und noch mal 10€ für kleine Sachen wie Wasser in Mittenwald ein Kaffee und der Snickers.

Gesamt Kosten: etwa 200€

Verletzung

Wie ihr gesehen habt, habe ich mich auf meiner Reise verletzt. Zwei Wochen später war ich beim Arzt, der mir eine Überweisung zum MRT ausgestellt hat. Dabei stellte sich heraus, dass ich mir eine Blessur am Meniskus sowie einen Anriss des Außenbands zugezogen habe. Das bedeutete eine achtwöchige Sportpause. es ist aber alles wieder gut:)

Danke An Phil, Der mir beim Video schneiden den Arsch gerettet hat:)


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